UNSERE STORY


Als wir vor acht Jahren das erste Mal für eine Woche auf die Färöer kamen, wussten wir nicht viel. Weder, wo man in einem Land, das vom Fischfang lebt, frischen Fisch kauft, noch, wie wir jemals färöisches Lamm würden probieren können; es lag nicht im Supermarkt. Was wir aber wussten, war, dass wir hier zukünftig viel Zeit verbringen wollten. Auf den Inseln mitten im Nordatlantik, in die wir uns verliebten, und auf denen wir ein Haus in einem kleinen Dorf am Meer kauften. Was als Urlaub begonnen hatte, veränderte unserer Leben. Pendeln zwischen Deutschland und den Färöern. Schon im ersten Sommer sollte sich alles grundlegend ändern. Das Abenteuer begann. 

 

Schnell wurden wir in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Wir lernten, Heu zu machen, Schafe zu scheren und zu schlachten, und wir lernten, wie man fischt. Wo die besten Plätze dafür sind, und wo die Gefahren auf See lauern; wie man die Wellen liest, auf die wir durch unser Wohnzimmerfenster schauten, vor dem die Jahreszeiten wechselten. 

 

Wir staunten und begriffen schnell, was im Leben wirklich wichtig ist. Gemeinschaft, gegenseitige Hilfe und vor allem, viel Spaß miteinander zu haben. 

Eine Frage blieb, die uns, während die Zeit verstrich, immer stärker beschäftigte. Jedes Jahr schnitten wir im Sommer den Schafen die Wolle. Viele Stunden braucht es, um die wilden Tiere aus den Bergen ins Tal zu treiben, hinab über schroffe Felsen und sattgrüne, steile Abhänge bis in das Gatter, um das herum Wollgräser und bunte Sumpfblumen wachsen. Eine Gemeinschaftsaktion der Dorfbewohner und ihrer Hunde, die Stunden dauert. Zwei Menschen, Kraft und Sanftmut braucht es, um anschließend die Wolle eines jeden einzelnen Schafes mühevoll mit Handscheren zu schneiden. Mit Ruhe und Vorsicht, damit die Schafe nicht gestresst werden, und keines bei der Schur verletzt. Und am Ende wurde die Wolle dann verbrannt, weil es dafür keinen Markt mehr gab. Das durfte nicht sein. Die Frage war: was machen wir damit. Also sammelten wir eines Sommers eine kleine Menge ein, stopften die Rohwolle in Säcke und nahmen sie mit nach Deutschland. In einer anthroposophisch geprägten Wohngemeinschaft, in der behinderte Menschen leben und arbeiten, wurde unsere Wolle in einer Werkstatt von Hand gewaschen und gesponnen, und wir erhielten unser erstes Garn, das weich und kuschelig war und sich wunderbar zum Stricken eignete. Die Frauen in unserem kleinen Dorf am Meer liebten diese Wolle. Ihre Wolle! 

Bald schon war uns aber klar, dass wir mit diesem Verfahren schnell an unsere Grenzen stoßen würden. Und eine Lösung für die Tonnen färöischer Wolle, die bei 70.000 Schafen auf den Inseln jedes Jahr anfällt, war es auch nicht. Deshalb machten wir uns auf die Suche nach einer Wäscherei, die auch große Mengen an Wolle reinigen und waschen können würde, ökologisch und nach unseren Vorgaben. Kein einfaches Unterfangen, in der heutigen Zeit. Wir reisten durch Europa und wurden fündig. Jetzt brauchten wir noch eine Spinnerei. Das nächste große Problem tat sich auf. Es gab schlichtweg keine Betriebe mehr, die in der Lage gewesen wären, unsere Wolle zu spinnen, zu grob, zu lang waren die einzelnen Fasern, Haare. Moderne Maschinen verarbeiten ausschließlich konventionelle Schafwolle und mischen oft synthetische Fäden hinzu. Nach einer langen Suche, Aufgeben kam nicht in Frage, fanden wir endlich ein Unternehmen, das genau zwei Stärken Garn aus unserer Wolle spinnen konnte. Wir entdeckten die einzige Weberei in Deutschland, die dieses Garn zu Tuch weben kann. 

Stolz hielten wir einige Bahnen unseres gewebten Wolltuches in den Händen und schickten unseren Farmer-Freunden Fotos, die es nicht fassen konnten. Uns war tatsächlich etwas gelungen, was vorher niemand geschafft hatte. Wir hatten die schwierige, kostbare Wolle der färöischen Schafe zu bestem, gewebten Tuch verarbeiten lassen. Damit hatte die Verschwendung eines natürlichen  Rohstoffes endlich ein Ende gefunden. In den darauffolgenden Monaten entstanden in Zusammenarbeit mit kleinen, deutschen Manufakturen in Handarbeit und nach unseren Vorgaben Decken, Jacken und Taschen. Die ersten Produkte waren fertig und brauchten einen Namen. Wir entschieden uns für Skattakista, das färöische Wort für Schatztruhe.

Unsere Marke Skattakista, für die wir ausschließlich die Wolle unserer eigenen färöischen Schafe und die der Schafe unserer Farmer-Freunde verwenden, steht für erstklassige, qualitativ hochwertige Waren, nachhaltig und umweltschonend produziert. Die Eigenschaften der Wolle der wilden färöischen Schafe sprechen für sich. Unser naturbelassener Loden ist nahezu wasser- und winddicht, atmungsaktiv, hält warm, lässt Sie aber auch nicht schwitzen. Ein Stoff für jedes Wetter. Mit dem Verkauf unserer Produkte helfen wir nicht nur, die Verarbeitungskette, die wir für die Farmer auf den Färöern geschaffen haben, zu erhalten. Wir unterstützen auch direkt deren Arbeit. Denn sämtliche Erlöse werden in dieser Gemeinschaft geteilt.

Nachhaltigkeit, das hohe Qualitätsniveau basierend auf der Grundlage von Handarbeit und unsere sozialen und ökologischen Standards zeigen, dass es möglich ist, das Ziel einer besseren Umwelt zu erreichen. Danke, dass Sie mit dem Kauf eines unserer Produkte womöglich ein Teil dieser Idee werden. Wie es mit uns weitergegangen ist? In Deutschland sind wir von Berlin nach Nordfriesland umgezogen. Nur fünfzehn Minuten Fahrzeit bis zur Nordsee,   Weitblick, Begegnungen mit freundlichen Menschen, die Zeit für einen Klönschnack haben, und Schafe auf sattem Grün. Derzeit arbeiten wir am Aufbau unserer zweiten Marke, die wir Friesentweed getauft haben. Beide Marken gehören zu unserer Unternehmung Nordic Wool Factory, mit Showroom im beschaulichen Klintum, an der Route, die nach Sylt führt. Die Färöer sind und bleiben unsere zweite Heimat. Die Inseln, die wir lieben. 

WER WIR SIND


Wir. Können das am besten, was uns Spaß macht. Norden. Die Kompassnadel unserer Leidenschaften: zeigt immer nordwärts. Nordisches Design, New Nordic Cuisine, Nordische Länder, Nordatlantik, Nordfriesland. Die abgelegenen Inseln der Färöer haben wir sogar zu unserer zweiten Heimat gemacht. Im Winter peitschen Stürme unser Grasdach. Oder in unserer Bucht tanzen die Nordlichter. Im Sommer scheren wir Schafe, fahren mit dem Boot raus zum Fischen und schauen den pinkfarbenen Watte-Wolken zu, die nachts über den Horizont segeln. Wir: leben und lieben Norden. Passion und Expertise, die wir gerne mit Ihnen teilen.

Francesco Mazuhn

Kulturmanager und Entrepreneur

www.mazuhn.de

Anja Mazuhn

Journalistin, Autorin und Bloggerin

www.the-faroe-islands.com


Wo Wir Leben


Elduvík

Ein paar bunt angestrichene Häuser, Grasdächer, eine Holzkirche, in der Mitte ein Bach und dahinter hohe Berge: das ist Elduvík. 13 Einwohner, Hunde, Gänse, Sommerblumen, Winterstürme, Schafe. Das Dorf, in dem wir wohnten, als wir auf den Färöern eine Woche Urlaub machten, und in dem wir drei Monate später unser Haus am Meer kauften. Damit begann ein anderes Leben. Pendeln zwischen Deutschland und den Inseln. Entschleunigung. Nah dran sein an der Natur. Mit dem Boot hinausfahren und fischen. Schafe scheren. Wir standen in Elduvík in der Bucht, hielten die Nasen in den Wind und spürten, wie der sich drehte. Solange, bis wir in Deutschland unsere Kisten packten und von Berlin nach Nordfriesland zogen. 


Nordfriesland

Eigentlich eine logische Konsequenz. Liegt Nordfriesland doch in Schleswig-Holstein. Das Land zwischen den zwei Meeren. Kühe, Schweine, Pferde. Halligen und Inseln. Klönschnack und handgemachtes Brot beim Bäcker. Deiche, Strandkörbe, Friesenwälle. Reetdächer und Rosen in verwunschenen Gärten. Windräder und platte, grüne Weite. Als deutsches Zuhause haben wir uns Stedesand ausgesucht. Dorf, nicht Stadt. Am Ende unserer kleinen Straße weiden auf Wiesen Schafe. Man engagiert sich in der Dorfgemeinschaft. Berlin finden wir gut, wenn wir zwei Tage zu Besuch hinfahren. Dann reicht es aber auch wieder. Uns gefällt das Landleben. Die Nähe zu Nord- und Ostsee, und die zu Dänemark. 


Unsere zotteligen Partner



Kontakt

Nordic Wool Factory

Lecker Chaussee 5

25917 Klintum

 

Telefon +49 4662 614 79 96

 

Geschäftszeiten

Montag bis Freitag

von 12 bis 17 Uhr

Sonnabend

von 12 bis 17 Uhr oder länger

sowie nach Vereinbarung

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